Ratgeber Mundschutz richtig tragen

Mundschutz: So wenden Sie ihn richtig an

Seit dem 27.04. gilt sie in allen deutschen Bundesländern: Die Mundschutz-Pflicht. Dabei gibt es verschiedene Varianten, von der Einweg-Maske bis hin zur selbstgenähten Alternative und der sogenannten Community-Maske. Worauf Sie beim Tragen einer Mund-Nasen-Bedeckung achten müssen, wann und wo die Mundschutz-Pflicht gilt und welche Unterschiede es zwischen den einzelnen Arten gibt, erklären wir Ihnen in diesem Ratgeber.



Mundschutz-Pflicht: Wann und wo gilt sie?

Seit dem 27.04. gilt in allen deutschen Bundesländern die Mundschutz-Pflicht, das heißt in öffentlichen Einrichtungen soll eine sogenannte Alltagsmaske (das bedeutet: eine nicht-medizinische Mund-Nasen-Bedeckung) getragen werden, um die Verbreitung des Coronavirus möglichst einzudämmen. Das Tragen eines Mundschutzes dient dabei vor allem dem Schutz anderer und ergänzt die wichtigsten Hygieneregeln wie den Abstand von 1,5 Metern zu anderen Menschen und das regelmäßige und gründliche Händewaschen.

Konkret bedeutet das, ein Mundschutz muss in den folgenden Situationen getragen werden:

  • Beim Einkaufen (d.h. unter anderem in Einzelhandelsgeschäften, Supermärkten und Tankstellen)
  • Im öffentlichen Nahverkehr (Bus, Bahn usw.)
  • ggf. in Arztpraxen und medizinischen Einrichtungen

Wichtig zu wissen: Es gibt keine bundeseinheitliche Maskenpflicht. In jedem Bundesland gelten für die Pflicht für das Tragen einer Alltagsmaske eigene Bestimmungen und Regeln. Einen Überblick über die geltenden Maßnahmen in den einzelnen Bundesländern finden Sie auf der Webseite der Bundesregierung.


Das Robert-Koch-Institut empfiehlt das generelle Tragen sogenannter Alltagsmasken im öffentlichen Raum, um insbesondere Risikogruppen zu schützen und die Ausbreitungsgeschwindigkeit des SARS-CoV-2 Virus weiter zu reduzieren. Das RKI unterscheidet dabei zwischen medizinischen Atemschutzmasken, die vor allem den Träger vor einer Infektion schützen sollen und daher in erster Linie medizinischem Fachpersonal vorbehalten sind, und den kommerziell und privat hergestellten Mund-Nasen-Bedeckungen. Diese Mundschutz-Arten sind vor allem für den privaten Gebrauch gedacht und können in Ergänzung zu den üblichen Hygienemaßnahmen dazu beitragen, dass sich das Virus weniger schnell in der Bevölkerung ausbreitet.

Die verschiedenen Mundschutz-Arten im Überblick:

Maskentyp „Community-Maske“ / Alltagsmaske Mund-Nasen-Schutz Filtrierende Halbmasken (FFP2 / FFP3)
Merkmale
  • Gilt als Behelfsmaske
  • Selbstangefertigte Masken nach Nähanleitungen
  • i.d.R. aus einem waschbaren Baumwollstoff
  • waschbar und mehrfach verwendbar
  • auch Behelfsbedeckungen (Schlauchschal oder Tuch)
  • z.B. OP-Masken, Einmal-Mundschutz
  • i.d.R. handelt es sich um Einweg-Masken, die nach dem Gebrauch entsorgt werden
  • Masken mit und ohne Ausatemventil
  • Masken ohne Ventil filtern die eingeatmete und die ausgeatmete Luft (Fremd- und Eigenschutz)
  • Masken mit Ventil filtern die eingeatmete Luft (nur Eigenschutz)
Anwendungsbereich Privater Gebrauch Fremdschutz / Medizinprodukt Eigenschutz / Fremdschutz / Arbeitsschutz
Verwendung Bei der richtigen Anwendung wiederverwendbar. Beachten Sie dabei die Hinweise zum korrekten Tragen und zur Reinigung weiter unten. In der Regel ein Einmalprodukt, das nach dem Tragen entsorgt wird. Bei Lieferengpässen kann der Einmal-Mundschutz wenige Male wiederverwendet werden. Beachten Sie dabei, dass der Mundschutz aufgrund seines Materials nicht gewaschen und desinfiziert werden kann. Denken Sie stattdessen an gründliches Händewaschen, bevor Sie den Mundschutz abnehmen und berühren Sie dabei nicht dessen Oberfläche. In der Regel einmalig verwendbar. Bei Engpässen kann eine Wiederverwendung empfohlen werden. Beachten Sie dabei unbedingt die Richtlinien des Robert-Koch-Instituts.
Wann zu wechseln? Wenn die Innenseite der Alltagsmaske durch den Atem durchfeuchtet ist, sollte diese nicht noch einmal verwendet und umgehend gereinigt oder bis zur Reinigung luftdicht verpackt werden. Auch wenn die Maske beim Auf- oder Absetzen, z.B. durch Berührung, kontaminiert wurde, ist sie vor der erneuten Verwendung zu reinigen. In der Regel wird der Einmal-Mundschutz nicht wiederverwendet. Entsorgen Sie den Mundschutz daher nach dem Tragen. Bei Engpässen kann es notwendig sein, einen Mundschutz zwei- bis dreimal zu verwenden. Achten Sie dabei darauf, ihn beim Auf- und Absetzen nicht zu berühren und bis zur erneuten Anwendung sicher zu verpacken. Bei Kontaminierung durch Berührung unbedingt entsorgen, da keine Reinigung möglich ist. Beachten Sie die Richtlinien des Robert-Koch-Instituts.
Schutzwirkung
  • Keine nachgewiesene Schutzwirkung
  • Der Tröpfchenauswurf des Trägers kann evtl. reduziert werden (Schutz anderer Personen)
  • Können das Bewusstsein für „social distancing“ schärfen und zur Einhaltung der Abstandsregeln beitragen
  • Bietet Schutz vor dem Tröpfchenauswurf des Trägers
  • Können die Mund-Nasen-Partie des Trägers vor dem Auftreffen größerer Tröpfchen schützen
  • Schutz des Trägers vor Tröpfchenauswurf
  • Bei Masken ohne Ventil werden sowohl der Träger als auch andere Personen geschützt

Im persönlichen Gebrauch finden in der Regel nur die Community-Masken beziehungsweise Alltagsmasken und die Mund-Nasen-Bedeckung Anwendung. Insbesondere die FFP2 und FFP3-Masken sind dem medizinischen Fachpersonal und entsprechenden Berufsgruppen vorbehalten.

Beim Tragen eines Mundschutzes oder einer selbst angefertigten Alltagsmaske sollte man einige wichtige Hygieneregeln beachten:

  • Vor dem Aufsetzen der Maske gründlich die Hände mit warmem Wasser und Seife waschen, mindestens 20 bis 30 Sekunden.
  • Beim Anziehen der Maske darauf achten, die Innenseite nicht zu berühren.
  • Die Bedeckung sollte Mund, Nase und Wangen umschließen und an den Rändern eng anliegen.
  • Die Bedeckung sollte nicht zu fest sitzen, darf aber beim Tragen nicht verrutschen. Die Atmung sollte dabei jedoch nicht behindert werden.
  • Achten Sie auch mit Mundschutz unbedingt auf die Einhaltung des Sicherheitsabstandes von 1,5 Metern.
  • Generell gilt beim Tragen, Aufsetzen und Abnehmen: Nicht die Oberfläche der Maske berühren!
  • Wenn die Maske durch den eigenen Atem durchfeuchtet ist, muss sie umgehend gewechselt werden.
  • Nach dem Abnehmen der Maske erneut gründlich Hände waschen und die Maske, sofern es sich um eine wiederverwendbare Maske aus Baumwollstoff handelt, sofort in einem Beutel luftdicht verschließen oder direkt in die Waschmaschine geben.

Ein Video zur korrekten Anwendung einer Mund-Nasen-Bedeckung finden Sie auf der Internetseite der Bundesregierung.

Bitte beachten Sie, dass sogenannte Community-Masken ausschließlich für den privaten Gebrauch geeignet sind, da sie keine medizinisch nachgewiesene Schutzwirkung besitzen!

Die Mund-Nasen-Bedeckung als Medizinprodukt können Sie in Apotheken erwerben. In unserem Onlineshop finden Sie derzeit MNS-Gesichtsmasken für den einmaligen Gebrauch.

Eine Alternative zu der medizinischen Mund-Nasen-Bedeckung bieten die sogenannten Community- oder Alltagsmasken. Bei einer solchen Behelfsbedeckung kann es sich entweder um einen Schal beziehungsweise ein Tuch oder eine selbstgenähte Mund-Nasen-Bedeckung, idealerweise aus einem kochfesten Baumwollstoff, handeln. Im Internet finden sich Nähanleitungen für verschiedene Varianten. Eine einfache Anleitung zur Herstellung einer Alltagsmaske aus Stoff finden Sie beispielsweise hier:


Eine selbst angefertigte Alltagsmaske aus Stoff bietet den Vorteil, dass man sie mehrmals tragen kann. Die wichtigste Voraussetzung dafür ist jedoch die korrekte Reinigung der Mund-Nasen-Bedeckung, denn nur so lassen sich die Viren wirkungsvoll abtöten.

Masken bei hoher Temperatur waschen

Generell wird empfohlen, Alltagsmasken bei hohen Temperaturen, d.h. bei 60 beziehungsweise idealerweise bei 95 Grad in der Waschmaschine, zu waschen. Alternativ können die Masken auch per Handwäsche gereinigt werden. Man kann dafür Wasser in einem Topf zum Kochen bringen, etwas Waschmittel dazugeben und die Stoffmasken anschließend für einige Minuten in dem Wasser köcheln lassen. Zum Umrühren können Sie dabei einen Holzstab oder den Griff eines Holzkochlöffels verwenden. Nach dem Waschen sollten Sie die Masken kurz abkühlen lassen und schließlich gut ausdrücken und trocknen. Um selbst angefertigte Community-Masken durch Kochwäsche reinigen zu können, sollten sie aus kochfestem Baumwollstoff bestehen. Der Stoff sollte außerdem fest gewebt und nicht zu durchlässig sein, um die Menschen in der Umgebung vor dem Tröpfchenauswurf des Trägers zu schützen.

Masken mit Bügeleisen oder im Backofen desinfizieren

Alltagsmasken aus Baumwollstoffen sollten idealerweise immer in die Kochwäsche gegeben beziehungsweise wie oben beschrieben von Hand gewaschen werden. Es gibt jedoch auch Behelfsbedeckungen aus anderen Stoffen, die weniger kochfest sind und daher auf andere Weise desinfiziert werden müssen. Eine wirkungsvolle Alternative kann das Bügeln sein – um die Viren abzutöten, sollte die Stoffmaske jedoch unbedingt auf höchster Stufe gebügelt werden.

Eine andere Möglichkeit bietet die Sterilisierung der Alltagsmasken im Backofen. Diese Methode ist besonders geeignet für Mund-Nasen-Bedeckungen aus Zellulosestoffen (ohne Kunststoffe). Bei 70 bis 80 Grad sollte die Maske dabei für mindestens eine halbe Stunde im Ofen gelassen werden. Lassen Sie die Maske jedoch keinesfalls unbeaufsichtigt!

Können Masken in der Mikrowelle gereinigt werden?

Die Sterilisierung von Community-Masken in der Mikrowelle ist umstritten, die Wirkung dieser Methode ist nicht belegt. Wenn Sie dennoch auf diese Variante zurückgreifen möchten, sollten Sie die Stoffmaske mit der Innenseite nach unten auf zwei Gefäße legen, welche jeweils mit circa 50 ml lauwarmem Wasser gefüllt sind. Anschließend stellen Sie die Mikrowelle auf zwei Minuten bei 750 Watt. Der so entstehende Wasserdampf kann die Alltagsmaske schonend reinigen.

Achtung: Masken mit Metallbügeln oder Nasenklammer dürfen keinesfalls in die Mikrowelle gelegt werden! Hier besteht Brandgefahr!


Tipps für Brillenträger

Das Tragen einer Mund-Nasen-Bedeckung im Alltag kann für Brillenträger schnell zum Ärgernis werden. Vor allem beim Aufsetzen und beim Betreten von Geschäften kann die Brille schnell beschlagen. Für Brillenträger haben wir daher einige praktische Tipps für die Anwendung des Mundschutzes:

  • Die Brille sollte idealerweise auf der Maske sitzen. So können die Gläser durch die warme Atemluft nicht beschlagen. Gleichzeitig verhindert die Brille dann zusätzlich, dass die Atemluft nach oben entweicht.
  • Die Maske kann an die Nasenform angepasst werden. Hier kann entweder ein biegbarer Metallbügel helfen, der in den oberen Rand der Maske eingenäht ist, oder Sie klappen die Maske oben leicht um, sodass sie enger an der Nase anliegt und Atemluft schwerer entweichen kann.
  • Als Alternative zum Falten beziehungsweise zum Metallbügel kann auch ein Taschentuch verwendet werden. Dieses sollte bis zur Hälfte gefaltet oder zurechtgeschnitten und anschließend an der Stelle auf der Innenseite der Maske geklemmt werden, wo die Brille sitzt.

Bitte beachten Sie: Auch mit Mundschutz sollten Sie die geltenden Hygieneregeln stets einhalten. Halten Sie daher im öffentlichen Raum immer 1,5 Meter Abstand zu anderen Personen und waschen Sie sich regelmäßig und gründlich die Hände. Alle Informationen zum Coronavirus und zu den wichtigsten Hygienemaßnahmen finden Sie in unserem Ratgeber zum Thema Corona.


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Quellen: bundesregierung.de; mz-web.de; rki.de; brillen-sehhilfen.de; bfarm.de; spiegel.de