FuerMich_Kopfschmerzen

Diagnose Kopfschmerz

Die zwei bekanntesten Kopfschmerzarten neben der Migräne sind Spannungs- und Cluster-Kopfschmerz.
Neben diesen gibt es noch eine Vielzahl weiterer Kopfschmerzarten, die durch ein Anamnesegespräch mit dem Arzt definiert werden können.

Es gibt weit über 200 bekannte, unterschiedliche Kopfschmerzarten, die in zwei Gruppen eingeteilt werden.

  1. Primärer bzw. idiopathischer Kopfschmerz – Beschwerden treten ohne weitere Ursache selbstständig auf (Bsp. Migräne, Spannungskopfschmerz, Clusterkopfschmerz)
  2. Sekundärer bzw. symptomatischer Kopfschmerz – Beschwerden treten in Folge von Krankheiten auf (Bsp. bei Kopfverletzungen, Nebenwirkungen von Artneimitteln, Schäden an der Halswirbelsäule)

Diagnose Kopfschmerz

Zur genauen Bestimmung des Kopfschmerzes ist es von Vorteil, über einen längeren Zeitraum ein Kopfschmerz-Tagebuch zu führen und gemeinsam mit dem Arzt weitere Faktoren zu besprechen. Hierzu zählen u. a.:

  • genaue Lokalisation
  • Begleitsymptome
  • Dauer des Kopfschmerzes
  • Art des Kopfschmerzes
  • Häufigkeit
  • familiäre Vorbelastung

Außerdem wird eine körperliche neurologische Untersuchung durchgeführt, um ggf. Auffälligkeiten auf die Spur zu kommen. Sind die Symptome nicht eindeutig, folgen weitere Untersuchungen wie Lumbalpunktion (Nervenwasser), Blutentnahme, Ultraschall (Doppel-Sonografie), Computertomografie (CT), Magnet-Resonanz-Therapie (MRT) oder ein Elektroenzephalogramm (EEG).

Kopfschmerz - Symptom einer Krankheit

Tritt der Kopfschmerz als Begleitsymptom einer Krankheit auf, spricht man von einem sekundären Kopfschmerz. Mögliche Grunderkrankungen: Fehlsichtigkeit, Zahnhals- /Zahnwurzelvereiterungen, Bluthochdruck usw. Es können jedoch auch schwerwiegende Erkrankungen dahinterstecken. Daher sollten Sie in jedem Fall einen Arzt aufsuchen!

Anzeichen für einen sekundären Kopfschmerz

  • plötzlich auftretende Schmerzen in der Stirn oder im Hinterkopf, weitere Kopfschmerzarten
  • verstärkte Schmerzen bei Bewegung
  • wiederkehrende bzw. nicht nachlassende Beschwerden
  • Schwindel
  • Wesensänderungen
  • Sehstörungen
  • Kopfschmerz nach der Einnahme eines neuen Medikamentes
  • Kopfschmerzen durch Nahrungsmittel

Kopfschmerzen - Kein Grund zur Besorgnis

Während einer Erkältung treten neben den typischen Erkältungssymptomen häufig auch Kopfschmerzen auf. Dies ist kein Grund zur Besorgnis. Der erhöhte Druck in den Nasennebenhöhlen ist der Auslöser dafür.
Viele erleben auch einen stechenden Kopfschmerz, wenn sie im Sommer stark gekühlte Getränke zu sich nehmen bzw. Eis essen. Dadurch weiten sich die Gefäße im Kopf und lösen damit den Kopfschmerz aus.

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Spannungskopfschmerz und Cluster-Kopfschmerz

Spanningskopfschmerz

Der Spannungskopfschmerz zählt zu den am häufigsten auftretenden Kopfschmerzarten und wird der primären Form zugeordnet. Anzeichen hierfür sind nicht pulsierende, sondern dumpf-drückende Schmerzen (Schraubstockgefühl), die sich über einzelne Areale wie Stin oder Schläfen, aber auch über den ganzen Kopf ziehen können. Man unterscheidet zwischen episodischen und chronischen Spannungskopfschmerzen.

Ca. 20 – 40 % der Weltbevölkerung leiden unter episodischen Spannungskopfschmerzen und ca. 2 – 3 % an chronischen Spannungskopfschmerzen, wobei Frauen etwas häufiger betroffen sind.
episodisch: mehr als 10 Attacken, aber Kopfschmerzen an weniger als 180 Tagen im Jahr
chronisch: über mehr als sechs Monate Kopfschmerzen an mindestens 15 Tagen pro Monat


Welche Symptome sprechen für einen Spannungskopfschmerz?

  • Dumpf-drückender Dauerkopfschmerz an den Schläfen („wie ein Schraubstock“), an der Stirn oder auch am Hinterkopf
  • Dauer von ½ Stunde bis zu einer Woche – kurz andauernder, leichter bis mittelschwerer Schmerz bis hin zu täglichem Dauerkopfschmerz
  • Keine Zunahme bei körperlicher Aktivität
  • Alltagsaktivitäten nicht schwerwiegend beeinträchtigt
  • leichte Übelkeit (ohne Erbrechen) nur bei chronischer Verlaufsform
  • keine weiteren Beschwerden oder Ausfälle (wie etwa Sehstörungen)

Welche Ursachen, Auslöser und Risikofaktoren gibt es?

  • mögliche genetische Veranlagung
  • sinkende Schmerzschwelle
  • psychische Faktoren (depressive Störungen, Angst, Stress)
  • muskuläre Verspannungen
  • Schmerzmittelmissbrauch
  • Kieferfehlstellungen, -probleme

Diagnose Spannungskopfschmerz

Im Gegensatz zur Migräne oder zum Cluster-Kopfschmerz ist die Abklärung des Spannungskopfschmerzes schneller und meist unkomplizierter. Wichtig sind auch hierbei das regelmäßige Führen eines Kopfschmerz-Tagebuchs, das ausführliche Gespräch mit einem Arzt und die körperliche Untersuchung. Weiterführende Untersuchungen wie z.B. Blutuntersuchung, MRT oder CT sind nicht notwendig.


Spannungskopfschmerzen vorbeugen

  • gute Ergonomie am Schreibtisch
  • individuelle Techniken zur Stressbewältigung
  • Progressive Muskelentspannung nach Jacobson
  • leichtes Ausdauertraining
  • Massage
  • Wärmetherapie
  • Rückenschule, Physiotherapie Rückenschule, Physiotherapie
  • Akupunktur Akupunktur

Spannungskopfschmerzen behandeln

  • Kälte-/Wärmekompressen
  • Entspannungsmethoden
  • Massagen
  • leichtes Ausdauertraining
  • schmerzstillende Präparate Paracetamol, ASS, Ibuprofen, Diclofenac

ACHTUNG: Chronische Spannungskopfschmerzen sollten auschließlich unter ärztlicher Aufsicht behandelt werden.

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Cluster-Kopfschmerz

Der Cluster-Kopfschmerz (Erythroprosopalgie) ist geprägt durch einseitge, sehr starke Attacken, die sich als Kopf- und auch als Gesichtsschmerz bemerkbar machen und zwischen 15 Minuten und bis zu 3 Stunden andauern können.

Ca. 70.000 Menschen sind in Deutschland betroffen, Männer dreimal häufiger als Frauen. Hauptsächlich treten erste Anzeichen im Alter von 30 bis 40 Jahren auf. 75 % der Patienten leiden an episodischem, 25 % an chronischem Cluster-Kopfschmerz
episodisch: Wechsel zwischen schmerzfreien Phasen (mindestens 14 Tage bis mehrere Jahre) und regelmäßigen Attacken (innerhalb von 2 bis 8 Wochen) chronisch: Clusterperioden nicht abgrenzbar (regelmäßig, selbe Tageszeit)


Welche Symptome sprechen für einen Cluster-Kopfschmerz?

  • bohrender bis stechender Schmerz
  • starke bis unerträgliche Intensität
  • Der Hauptschmerz liegt hinter den Augen, in der Stirn- und Schläfenregion
  • Dauer von 15 Minuten bis 3 Stunden
  • 2 bis 8 Attacken pro Tag
  • 5 Attacken mit mindestens einem Zusatzsymptom
    Bindehautrötung
    Augentränen
    Zuschwellen der Nase
    Oberlidschwellung
    Schwitzen auf Stirn und Gesicht
  • Unruhe / Bewegungszwang
  • Aggressivität, Gereiztheit

Welche Ursachen, Auslöser und Risikofaktoren gibt es?

Alle folgenden Ursachen, Auslöser und Risikofaktoren sind nicht belegt, sondern beruhen auf Theorien.

  • Veränderungen im Hypothalamus
  • Fehlsteuerung biologischer Rhythmen
  • übermäßiger Nikotin- und Alkoholkonsum
  • Flimmerlicht (Fernsehen, Kino)
  • körperliche Anstrengung
  • dauerhafte Entzündung (chronische Form)
  • genetische Vererbung
  • histaminhaltige Nahrung (z. B. Salami, Emmentaler Käse)
  • Aufenthalte in großen Höhen
  • gefäßerweiternde Medikamente (z. B. Molsidomin, ISMN)

Wie kann Cluster-Kopfschmerz diagnostiziert werden?

Eine eindeutige Diagnose mittels verschiedener Untersuchungsmethoden gibt es nicht. Vielmehr werden durch Computer- und Kernspintomografie schwerwiegende Erkrankungen, welche die gleiche Symptome haben können wie der Cluster-Kopfschmerz, ausgeschlossen.


Cluster-Kopfschmerzen vorbeugen (Prophylaxe)

  • Calciumantagonisten – bremsen den Entzündungsprozess und lindern den Schmerz
  • Lithium – unter regelmäßiger Kontrolle der Blutwerte (Lithiumvergiftung!)
  • Glucocorticoide – zusätzlich zu Calciumantagonisten
  • Topiramat

Hinweis: Alle aufgeführten Medikamente sind verschreibungspflichtig.


Cluster-Kopfschmerzen behandeln

Akuttherapie – der Einzelattacken

  • Einatmen von reinem Sauerstoff innerhalb der ersten 15 Minuten einer Attacke
  • Zolmitriptan (Ascotop Nasenspray) zur Gefäßverengung (verschreibungspflichtig)
  • Lidocain zur lokalen Betäubung in Form von Nasenspray

ACHTUNG: Akupunktur, Massagen, Stressreduktion etc. wirken nicht bei Cluster-Kopfschmerzen!

QUELLE: www.neurologen-und-psychiater-im-netz.org | www.netdoktor.de


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Achtung vor medikamenteninduziertem Kopfschmerz!

Der übermäßige Gebrauch von Schmerzmitteln kann zu einem medikamenteninduzierten Kopfschmerz führen.
Das bedeutet, dass am Ende Schmerzmittel Schmerzen hervorrufen. Betroffenen kann nur durch das Absetzen entsprechender Medikamente und somit mit einem Entzug geholfen werden.


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