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Wie entsteht Vaginalpilz und wie wird er richtig behandelt? (Teil 1)

Jede Frau hat Pilze

Vaginalpilz kann durch Infektionen aber auch übertriebene Hygiene entstehen.Eine Infektion der Scheide mit Pilzen wird als vaginale Pilzinfektion oder vaginale Mykose bezeichnet. Beinah immer wird der umgangssprachliche Scheidenpilz vom Hefepilz Candida albicans verursacht. Viele Frauen haben Angst, sich einen Pilz zu „holen“. Dabei lassen sich im Körper – auch wenn man beschwerdefrei ist – beispielsweise im Magen-Darm-Trakt oder eben auch in der Scheide Pilze nachweisen. Pilze gehören als Teil der Scheidenflora zu den ständigen Bewohnern der Vagina. Normalerweise ist ihre Zahl jedoch so gering, dass man sie nicht bemerkt; außerdem werden sie durch das saure Scheidenmilieu kontrolliert. Unter gewissen Umständen können sie allerdings ihr Verhalten ändern und zu Infektionserregern werden.

Meist beginnt eine vaginale Pilzinfektion mit einer Störung des natürlichen Gleichgewichts zwischen Pilzen und Bakterien im Scheidenmilieu. Gerät das natürliche mikrobielle Gleichgewicht der Scheide ins Wanken, nutzen die Pilze die Gelegenheit und fangen an, sich unkontrolliert zu vermehren.

Die unangenehmen Symptome sind Juckreiz und Brennen im Bereich der äußeren Geschlechtsorgane und des Scheideneingangs, vermehrter weißer oder gelber Ausfluss sowie Rötungen und Schwellungen. In Verbindung mit Wundheit kann es zu Schmerzen beim Geschlechtsverkehr und beim Wasserlassen kommen. Diese Symptome können allerdings unterschiedlich stark ausgeprägt sein und müssen nicht alle gleichzeitig auftreten.

Gründe für vaginale Mykose sind vielfältig

Ein grippaler Infekt kann Vaginalpilz begünstigen.Die Ursachen des Vaginalpilzes können unterschiedlich sein. So sind sich Mediziner einig, dass das Immunsystem eine bedeutende Rolle spielt: vor allem Stress, ein Grippaler Infekt, Entzündungen, starke Erkältungen oder andere Infektionen schwächen die körpereigene Immunabwehr.

Auch eine einseitige Ernährung (beispielsweise sehr zuckerhaltig) begünstigt die Entstehung von Pilzinfektionen. Ein weiterer Grund kann auch ein erhöhter Hormonspiegel sein. Besonders in der Schwangerschaft begünstigen die weiblichen Hormone Östrogen und Gestagen die ungehemmte Vermehrung der Pilze.

Auch die Pille enthält diese Hormone. Wenn auf Grund der Einnahme des Verhütungsmittels der Vaginalpilz auftritt, kann ein Pillenwechsel helfen.

Zudem kann eine übertriebene Hygiene zu einer vaginalen  Pilzinfektion führen. Durch das häufige waschen, wird der Säureschutzmantel der Schleimhaut gestört und Viren können sich leichter ansiedeln.

 

Wir wünschen Ihnen eine gute Gesundheit!


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