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Kinder haben häufig Durchfall

Kinder leiden nicht selten unter Durchfall, denn sie haben ein empfindliches Verdauungssystem, das sehr leicht auf körperliche Beeinträchtigungen reagiert. Meist ist er genauso schnell wieder verschwunden wie er gekommen ist.

Durch und Fieber weisen meist auf eine Magen-Darm-Erkrankung hin.Durchfall kommt bei Kinder aber auch oft als Begleiterscheinung von anderen Erkrankungen vor wie z.B. bei Erkältungen, einer Mittelohrentzündung oder anderen fieberhaften Infekten. Tritt der Durchfall in Kombination mit Fieber und/oder Erbrechen auf, handelt es sich in der Regel um eine Magen-Darm-Infektion, die durch Viren oder Bakterien ausgelöst wird.

Aufmerksam sollten Sie werden, wenn bei Ihrem Kind ein immer wieder auftretender, übelriechender, fettglänzender oder massiger Durchfall auftritt. Das kann auf schwererwiegende Erkrankungen hinweisen.

Wann der Kinderarzt kommen sollte

Bei akutem Durchfall sollten Sie einen Kinderarzt aufsuchen.Der größte Risikofaktor bei Durchfall ist der Verlust von Wasser und wichtigen Elektrolyten wie Natrium und Kalium. Achten Sie darauf, ob:

- der Durchfall länger als ein Tag anhält

- die Stühle großvolumig, breiig, massig oder wässrig sind

- das Kind zusätzlich erbricht, hohes Fieber und schlechtes Trinkverhalten hat

Ist dies der Fall, sollten Sie unbedingt den Arzt verständigen, denn der Körper des Kindes kann dann schnell austrocknen.

Typische Symptome einer drohenden Austrocknung:

- trockener Mund

- weiße Haut ohne Spannung

- Schläfrigkeit

- tiefe Atmung durch den Mund

- wenig Urin (außer bei Säuglingen)

Handlungsempfehlungen

Für die nächsten vier Stunden sollte das Kind vor allem Flüssigkeit erhalten, damit das Verdauungssystem nicht noch stärker gereizt wird und sich der Gesundheitszustand verschlimmert. Ideal ist v.a. Fenchel- oder Kamillentee, der nicht wärmer als Zimmertemperatur ist. In der Apotheke sind zudem fertige Elektrolyt-Glukose-Mischungen (z.B.: Oralpaedon) erhältlich. Diese sollten allerdings nur kurzfristig verabreicht werden.

Danach beginnen Sie den Kostaufbau mit bindenden Nahrungsmitteln wie Karotten, geriebener Apfel, Banane, Reis, Kartoffel, Zwieback oder Salzstangen – die Kost sollte fettarm und ballaststoffreich aber in Hinblick auf die Kalorienzufuhr ausreichend sein. Vermeiden Sie blähendes Gemüse oder Gebratenes.

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Abbildungen: Mother taking her son’s temperature © WavebreakMediaMicro – Fotolia.com / Baby auf dem Topf © st-fotograf – Fotolia.com / Kinderärztin untersucht Jungen © Dan Race – Fotolia.com


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