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Diabetes &
Reisen

Diabetes ist kein Grund, sich daran hindern zu lassen, Abenteuer zu unternehmen, andere Kulturen kennenzulernen und die Strände der Welt zu erobern – wie so oft ist alles eine Frage der rechtzeitigen Planung. Auch längere Auslandsaufenthalte sind bei entsprechender Vorbereitung mit Diabetes kein Problem.

Flugreisen

Reisen mit dem Flugzeug müssen vorbereitet werdenTemperaturempfindliches Diabeteszubehör (Teststreifen!, Insulin, Glucagon) sollte im Handgepäck mitgeführt werden, da es durch zu kalte Temperaturen im Gepäckraum schaden nehmen kann. Alles weitere kann mit dem restlichen Gepäck aufgegeben werden.

Es wird empfohlen, sich beim betreuenden Arzt eine Bescheinigung ausstellen zu lassen, um eine Insulinpumpe und Diabeteszubehör mit dem Flugzeug transportieren zu dürfen. Normalerweise dürfen Flugpassagiere keine spitzen Gegenstände (Spritzen, Lanzetten) und Flüssigkeiten (Insulin) nur im begrenzten Maße bei sich führen. Mit einer ärztlichen, am besten mehrsprachigen Bescheinigung ist dies jedoch erlaubt.

Notfälle im Urlaub

In allen Ländern der EU und der EFTA (Schweiz, Norwegen, Luxemburg, Island) sowie in Russland, Kroatien der Ukraine und einigen weiteren
Ländern in Europa gilt die Notrufnummer 112.

Notrufnummern

EU/EFTA-Länder: 112
Australien: 000 Japan: 119 Schweiz: 114
China: 120 Neuseeland: 111 Singapur: 995
Indien: 103 Norwegen: 113 Südkorea: 119
Israel: 101 Österreich: 144 USA/Kanada: 911

Bei akuten Erkrankungen, z.B. bei Magen-Darm-Infekten mit viel Flüssigkeitsverlust oder schwereren Infektionserkrankungen (Grippe, Harnwegsinfekt, etc., alles, was Antibiotika oder eine Infusion erforderlich macht) kann es passieren, dass man auf sofortige ärztliche Hilfe angewiesen ist.

Der beste Ansprechpartner ist in diesem Fall die Notaufnahme größerer Krankenhäuser. Am besten vor Reiseantritt informieren (Internet, Reiseführer, Touristeninformation etc.), wohin man sich wenden kann (wo z.B. deutsch oder englisch gesprochen wird). Bei ungewöhnlich hohen Blutzuckerwerten, die sich nicht durch gewohnte Maßnahmen senken lassen, sollten Sie zunächst einmal auf „Ursachenforschung“ gehen.

  • Wurde die Blutzuckermessung korrekt durchgeführt? War evtl. Saft, Zucker, etc. an den Händen?
  • Könnten Teststreifen oder Insulin beschädigt worden sein (z.B. durch hohe Temperaturen)?
  • Wurde die Diabeteseinstellung korrekt an Zeitverschiebungen angepasst?

Bei warmen Umgebungstemperaturen kann die Insulinwirkung schneller eintreten als gewohnt und zu Unterzuckerungen führen. Tipp: Spritz-Ess-Abstand des kurzwirksamen Insulins vor den Mahlzeiten verringern oder die Injektion/den Bolus sogar erst nach dem Essen durchführen.
Andererseits kann es passieren, dass Insulin durch hohe Umgebungstemperaturen an seiner Wirkung verliert. Insulin ein Eiweiß und denaturiert bei Temperaturen >42°C. Insulin sollte daher möglichst im Kühlschrank aufbewahrt und in einer Kühltasche transportiert werden. Insulin niemals ungekühlt im Auto lassen!

Da die jeweilige Tageszeit in der Diabetestherapie eine große Rolle spielt, muss die Einstellung bei Reisen in andere Zeitzonen angepasst werden.

  • Bei Reisen in den Westen verlängert sich der Tag.
  • Bei Reisen in den Osten verkürzt er sich.

Haben Sie Fragen zum Thema?

Unser Diabetes-Team ist für Sie da unter: 01805 88 30 30** oder schreiben Sie eine E-Mail an diabetes@zurrose.de

Abbildungen: © Dmitry Pichugin, © mirpic – Fotolia.com, Katarina Braune – International Diabetes Federation


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